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11Nov 2018

Saisonabschluss bei der Tour of Southland (Neuseeland) 2018

Tour of Southland

Radbundesliga Team Magnesium Pur am Start bei der Tour of Southland

Sechs Fahrer und drei Betreuer machten sich Ende Oktober auf den Weg nach Neuseeland auf die Südinsel nach Invercargill zur Tour of Southland.

Start war am Mittwoch 24.10.2018 von München über Dubai und Auckland nach Queenstown und von dort mit dem Transferbus der Tour of Southland nach Invercargill, in die zur Verfügung gestellte Unterkunft.

Am Samstag ein einziger Eingewöhnungstag für die 6 Jungs mit leichtem Einrollen bevor am Sonntag, glücklicherweise erst am Nachmittag, bereits mit dem Rennen gestartet wurde. Ein Prolog im Mannschaftszeitfahren über 4 km mit einer vorausgegangenen Teampräsentation. Das Interesse der lokalen Bevölkerug, vor allem der ortsansässigen Kinder, an der Tour of Southland war hier schon riesig und die kleinen und großen Fans hatten hier bereits die Chance mit den „Stars“ (Ride with the Stars) eine Runde auf dem Rad zu drehen, Bilder zu machen und Autogramme zu sammeln.

Die 1. Etappe fand dann am Montag statt mit dem Start um 10.00 Uhr im Velodrome von Invercargill. Hier stand bereits die längste der Etappen an mit 170km. Anfangs ging es auf der recht flachen Etappe gleich schnell los und das Feld fuhr wie an einer Perlenkette durch die malerische Landschaft der neuseeländischen Südinsel. Ziel der Etappe war im Ort Lumsden wo einer dreiköpfigen Spitzengruppe mit geringem Abstand das Hauptfeld ins Ziel folgte. Bei der ersten Etappe zeigte sich bereits dass es einige sehr starke Fahrer aus anderen Teams im Starterfeld gab, die teilweise auch pro kontinental unterwegs sind.

Nach einer erfolgreichen ersten Etappe für alle 6 Fahrer von Magnesium Pur gingen dann alle motiviert am Dienstag zur 2. Etappe an den Start. Die Etappe startete in Riverton und führte entlang der Westküste 147km ins sehenswerte Te Anau. Die Etappe startete morgens bereits bei Regen und sollte eine Härteprobe für das gesamte Fahrerfeld werden. Andauernder Regen und kalter starker Wind begleitet die Fahrer durchs neuseeländische Fjordland und zeigte wie wichtig das Begleitfahrzeug mit dem Betreuerstab war, um dickere Handschuhe und Jacken aus dem Auto zu reichen. Pünktlich zum Zieleinlauf ließ der Regen dann nach und die Ankunft in Te Anau bei Sonnenschein entschädigte für die Strapazen des Tages. Die Kraft der Sonne ist nicht vergleichbar mit Deutschland und nach dem Rennen auf der Terrasse des Hotels im T-shirt mit Blick auf den See konnte sich keiner mehr vorstellen vor kurzer Zeit noch so gefroren zu haben.

Die 3. Etappe wurde nun etwas bergiger von Mossburn nach Queenstown auf den Coronet Peak mit 138km. Gleich mehrere Fahrer von Magnesium Pur versuchten bei der Etappe immer wieder in eine Spitzengruppe zu gelangen um am Fuß des Berges gut positioniert zu sein. Ein großer Unterschied für die deutschen Fahrer im Vergleich zu den heimischen Rennen war, dass es auf jeder Etappe teilweise bereits nach wenigen Metern nach dem Start Sprint- oder Bergwertungen in sehr kurzen Abständen gab, die das Rennen sehr schnell und kurzweilig machten. Eine Spitzengruppenbildung wurde daher immer versucht zu verhindern. Der 10km lange Bergaufstieg zum Skigebiet in der Nähe von Queenstown bis ins Ziel und die TV Berichtserstattungen im neuseeländischen Lokalfernsehen verleihten der Rundfahrt einen Hauch von Tour de France und eine neue Erfahrung für das deutsche Team.

Die 4. Etappe startete schließlich wieder im Velodrome in Invercargill und führte in einer 148km Schleife zum südlichsten Punkt der Insel auf den Bluff. Schon morgens beim Start zeigte sich das Wetter wieder mit ähnlichen Bedingungen wie nach Te Anau. Die geübten neuseeländischen Teams versuchten schon ab km 0 das Feld an der Windkante zu verkleinern. Auf Grund der Routenführung wechselten die Windbedingungen ständig von starkem Seitenwind der einige Fahrer beinahe vom Rad holte, zu extremen Gegenwind bei dem selbst bei voller Leistung und kurzen Führungswechseln an den Gruppenspitzen ein vorankommen oft nur noch mit 20km/h möglich machte. Wie bereits bei der Ankunft vom Veranstalter angekündigt war der kurze Schlussanstieg auf den Bluff am Ende noch eine wahre Herausforderung. Nach dem starken Kampf gegen den Wind mussten hier dann noch extrem steile Rampen erklommen werden, die die Beine endgültig schwer machten. Der tolle Blick vom Bluff aufs umliegende Flachland und die vorgelagerte Insel konnten von den Fahrern fast nicht mehr wahrgenommen werden. Nach dieser Etappe zahlte sich die Massage durch den engagierten Masseur aus Australien dann besonders aus, der den 6 Fahrern helfen sollte sich besser von den Strapazen der Etappen zu erholen.

Am Freitag ging es wieder in Invercargill im Velodrome los und der Kampf um die Bildung von Spitzengruppen ging wieder weiter. 151km durch das von Landwirtschaft geprägte Südland führte an diesem Tag nach Gore. Das Interesse der Neuseeländer an der Tour war auch hier wieder beeindruckend und die Straßen waren in den Ortschaften, wie bereits bei allen vorausgegangen Tagen, gesäumt mit Schulklassen die bei jedem Wetter aus den Klassenzimmern kamen um die Fahrer anzufeuern.

Am Samstag ging es los mit einem Einzelzeitfahren in Winston auf eine 14km Schleife und mittags dann auf die 7. Etappe von Winston zurück nach Invercargill. Die letzten 78km waren die letzte Chance die Gesamtwertung noch zu beeinflussen und führten zu einer sehr schnellen letzten Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50km/h. Das Wetter zeigte sich hier erstmals gnädig mit dem Fahrern und bei Temperaturen von 15 Grad war der Regen erträglicher als die Tage zuvor.

Die Rundfahrt verlangte den 6 Fahrern zwar einiges ab, allerdings blieb trotz der schlechten Wetterbedingungen das Rennen in sehr guter Erinnerung, was hauptsächlich auch an der tollen Organisation und Unterstützung durch den Veranstalter lag, aber auch an der Streckenführung durch sehr beeindruckende Landschaften.

Alle Infos inklusive der TV Berichterstattungen gibt es unter www.tourofsouthland.com

Vielen Dank an alle die dabei waren und uns unterstützt haben!!!